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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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FOX, WALKER & CO., BRISTOL.

Bekanntlich scheiterte schon manches Eisenbahnproject ander Unmöglichkeit, ohne enorme Umwege oder unverhältniss-mässig theure Kunstbauten starke Steigungen überwinden zu

den gewöhnlichen Betrieb nicht mehr gestattet, so fährt sieallein bis zu einem geeigneten Punkte die Steigung hinan,indem sie von ihrem Windeapparat ein an den Zug eingehaktes

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können. Namentlich gilt dies von den Secundärhahnen, fürwelche Einfachheit und Billigkeit des Betriebs die erste Lebens-bedingung ist. Wir sehendeshalb fast in allen Län-dern den Erfindungsgeistsich mit der Lösung diesesProblems beschäftigen undwir besitzen auch ver-schiedene Locomotivcon-structionen, welche demgeforderten. Zweck mehroder weniger entsprechen.

Eine der originellsten istHandysides Berglo-comotive, welche vonFox, Walker & Co. inBristol ausgeführt wird.

In der Hauptsache gleichtdiese Maschine einer ge-wöhnlichen Tenderlooo-motive, wie sie vorzugs-weise auf den Bahnhöfenzum Rangirdienste und auf

Secundärhahnen benutzt wird; das Eigentümliche der-selben ist aber der Apparat, welcher sie zu dem spe-ciellen Zwecke der Zugförderung auf starken Steigungentauglich macht.

Das Wesentliche dieser Einrichtung besteht darin,dass die Locomotive mit einem Windeapparat versehen ist, derdurch eine besondere Dampfmaschine, unabhängig vom Treib-apparat der Locomotive, in Bewegung gesetzt wird und überdiesdie sogenannten Schienengreifer (s. unsere zweite Figur) trägt,mittelst welcher sie sich auf jedem beliebigen Punkte der Bahnseihst auf sehr starken Steigungen festklammern kann. Kommtdie Locomotive mit dem Zug an einer Steigung an, welche

Drahtseil abwickelt. Oben angekommen, klammert sie sich mitdem Schienengreifer fest und zieht nun je nach der Belastung

und der Steile der Steigungden Zug im Ganzen oderin Theilen nach sich überdie Steigung weg.

Der Windeapparat be-findet sich unter demFührerstand am hinternEnde der Locomotive undist nebst einem Theil derBetriebs - Dampfmaschineaus unserer Zeichnungleicht zu erkennen. Diebeiden Dampfcylinder derMaschine stehen senkrechtauf der Bodenplatte, so-dass die Kolbenstangenach unten geht; derKreuzkopf und die kurzeKurbelstange zeigen sichunterhalb der Plattform.Eine eigenthümliche Ein-richtung hat die Windetrommel, welche in ihremInnern das sinnreich und sicher construirte Triebwerkund die als Bremsvorrichtung wirkende Frictions-kupplung birgt. Letztere löst sich beim Auffahren derLocomotive, wenn sich das Seil abwickelt, kommt abersofort in Action, wenn der Windeapparat zum Nachholen derWagen in Thätigkeit gesetzt wird.

Die Schienengreifer sind zwischen die beiden vordem Räder-paare placirt und werden durch Dampfdruck gegen die Schienengepresst, wobei infolge der günstigen Ilebelcombination derDruck so bedeutend vermehrt wird, dass ein Gleiten der Loco-motive absolut undenkbar ist.

weitere Ausdehnung, nach der einen oder andern Seite garnicht zu denken war. Deshalb sah man sich genöthigt, fastdie ganze Fläche des Marsfeldes zu überdachen und zu Park-anlagen u. s. w. konnte nur soviel Areal reservirt werden, alsabsolut nothwendig war, um den Räumen genügend luchtund Luft zuzuführen und einen guten Gesammteindruck zuerzielen.

Dagegen befand man sich in der glücklichen Lage, in demauf dem rechten Seineufer, dem Marsfelde gegenüberliegendenTrocadero einen Annex für die Ausstellung zu gewinnen, welcher

nicht nur eine sehr vortheilhafte Ausdehnung im allgemeinen,sondern auch eine zweckmässige Trennung des realen Theilsder Ausstellung von dem Festplatz derselben gestattete, wo-durch die ganze Anlage ein originelles Gepräge erhalten hat.Die Zweitheilung machte es auch möglich, den Charakter derauf beiden Plätzen errichteten Hauptbauten ganz verschieden-artig zu gestalten, ohne den Totaleindruck dadurch zu schädigen.Auf dem Marsfelde finden wir in dem Ausstellungspalastabgesehen von seinen in einer geradezu undefinirbaren Formgehaltenen Kuppeln einen reinen Utilitätsbau, während auf