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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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GEORGE JENNINGS, LONDON.

Zu den mancherlei Gegenständen der Hauswirthschaft ge-hören vom sanitären Standpunkte aus betrachtet als höchstwichtig auch die Apparate zum Waschen und Baden,und wollen wir deshalb nicht unterlassen, die Aufmerksamkeitauf einige mustergiltige Apparate dieser Art hinzulenken.Dieselben waren von George Jknnings, London, in Parisausgestellt, der diese Gegenstände als Specialität erzeugt.

Zunächst zeigen die beiden ersten sowie die vierte 1 igurdieser Seite eine Badewanne in einem Längenschnitt, einer

Rohr dient für den Abfluss des gebrauchten Wassers. In derersten Abbildung sind diese drei Röhren deutlich zu erkennen.Das Abflussrohr mit dem oben angebrachten Handgriff ist inder dritten Figur in grösserem Massstabe und im Durchschnittwiedergegeben. Das Verschliessen oder Oeffnen der Röhrengeschieht mittelst der Handgriffe, die sich am, Ende derWanne auf einer Platte befinden, und zwar stehen diese fürdas zulaufende reine Wasser mit gewöhnlichen Hähnen inVerbindung, die in die betreffenden beiden Rohrleitungen

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Endansicht und einer Ansicht von oben; eine perspectivischeAnsicht der Wanne gibt dann noch die letzte Figur derfolgenden Seite. Besonders bemerkenswerth ist hier die Artder Zu- und Abführung des Wassers, welche in folgenderWeise angeordnet wurde: Am Fussende der Wanne, in etwahalber Höhe derselben, münden zwei Röhren ein, eine für denZufluss des heissen, die andere für den Zufluss des kaltenWassers; ein drittes, in den Boden der Wanne einmündendes

eingeschaltet sind. Dagegen wurde der mittlere HandgriAoder Knopf an der in der dritten Figur ersichtlichen Vor-richtung zum Ablassen des gebrauchten Wassers befestigt.Es ist dies ein einfacher, genau in seine Sitzfläche passenderVentilring, in dem ein weites, senkrecht stehendes Rohr sitzt.Da nun durch den an der rechten Seite sichtbaren Rohransatzdas Wasser aus der Badewanne ungehindert in den ausserhalbdes erwähnten Rohres befindlichen Hohlraum gelangt, so wird

maschinen mit oscillirendem Cylinder (Systeme Schmid, Pezerat,Turner), Kapselräder (Systeme Lombart, Taverdon, Dufort) undgewöhnliche Wassersäulenmaschinen mit fixem Cylinder undSchiebersteuerung (Systeme Coque, Jaspar).

Der Wassermotor von A. Schmid in Zürich, der auch inDeutschland sehr bekannt und seiner Vorzüge halber vielfacheingeführt ist, gehört zu denjenigen, bei denen das Wasserin der Mitte des oscillirenden Cylinders eintritt. Pezerat inParis und F. W. Turner in St. Albans haben für ihre MotorenHahnsteuerung angewendet. Unter den aufgeführten Motorenbefanden sich einige, die mit der enormen Geschwindigkeit von3000 Touren in der Minute liefen.

IV.

Die Heissluftmaschinen.

Da die Kleinmotoren dringendes Bedürfniss waren, demweder die kleinen Dampfmaschinen noch die Wassermotorenabzuhelfen vermochten, so war man bemüht, Ersatzmittel fürDampf- und Wasserkraft zu gewinnen, die man diesen Zweckennutzbar machen konnte. Man fand dieselben unter anderm inder Expansivkraft, welche die erhitzte Luft entwickelt, sowiein der Expansions- und Explosivkraft brennbarer Gasgemengeund der rastlose Erfindungseifer hat eine ganze Reihe von Con-