Band 
Erster Theil.
Seite
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Barometer. ,9S

dem Finger, setzke dann die Röhre in ein anderes über 2Zoll tief mit Quecksilber angefülltes Gefäß, that dannden Finger von der Oeffnung weg und so bald dasin der Röhre befindliche Quecksilber jenes im Gefäßeberührte: so fiel das Quecksilber in der Röhre bisauf eine gewisse Höhe herunter und ließ einen luftlee-ren Raum zurück. Dieß war der Unsprung der Baro-meter, deren sich Torricclli vornemlich bediente, umdadurch die Grösse von der Schwere der Luft abzu-messen und womit bereits 164z zu Florenz und RomVersuche gemacht wurden. Bis jetzt hatte Torricelliaus dem Barometer nur erkannt, daß das Quecksil-ber in der Röhre mit der Luft im Gleichgewicht stehe;,als er 1646 den Versuch mit einer 4 Schuh langenGlasröhre widerhalle: so bemerkte er auch, daß dasQuecksilber in der Röhre zu verschleimen Zeiten nichtimmer einerley Höhe behielt und schloß daraus, daßdie Luft nicht immer einerley Schwere habe, sondernzu der einen Zeit leichter und zu einer andern Zeitschwerer sey a). Andere hingegen behaupten, Torri-celli habe noch nicht gewußt, daß das Barometer dieVeränderungen in der Schwere der Luft anzeige, son-dern Otto von Gucrickc, der Bürgermeister zu Magde-burg war, diese Entdeckung zuerst gemacht b). ImJahr 1648 stellte der Franzos Pcrier mit 2 Barome-tern, nemlich mit dem einen an dem Fuße x.ines Ber-ges und mit dem andern auf einem Berge in Auvcrg-ne Versuche an, wodurch er erfuhr, daß die Luft aufder Höhe des Bergs bey weitem nicht so stark auf dasQuecksilber drücke, als unten im Thale, woraus er dcuSchluß machte, daß die Lust um so viel leichter sey,je höher sie über der Erde sey. Daß das Steigen und