Z6 Barometer.
Fallen des Quecksilbers in dem Barometer einigenBezug auf die Veränderung der Witterung habe,entdeckte Otto von Guericke zuerst, wie aus einemseiner Briefe vom Jahr 1661, den er an den CasparSchott schrieb, erhellt c). Er setzte ncmlich über dasQuecksilber in der Röhre ein kleines hölzernes Männ-chen, welches mit dem Quecksilber stieg und fiel undmit feinem Finger zugleich die Veränderung in derSchwere der Lust und die damit verknüpfte Verän-derung in der Witterung anzeigte.
Das zusammengesetzte Barometer, bey dem mandie Röhre nicht nur mit Quecksilber, sondern auch nochmit einer andern gefärbten leichten Flüssigkeit anfüllt,erfand Cartesius zuerst. Huygens, der auch von selbstdarauf verfiel, verbesserte solches, verdoppelte die Röh-ren und vermischte das Wasser, damit es nicht frierenmöchte, mit dem 6stcn Theile Scheidewasser 6). Ro-bert Hooke, delaHire und besonders Amontons, derdie Röhren auf eine andere Art verdoppelte, suchtenHuygens Erfindung noch vollkommener zu machen e.)
Das Barometer, welches der Engländer RobertHooke erfand, unterscheidet sich von den andern da-durch, daß die Röhre unten gekrümmt ist und auf demQuecksilber ein Gewicht liegt, welches steigt und fällt,wie das Quecksilber in der obern Röhre steigt undfällt. Das Gcwicht ist an eine Saite gebunden, dieum eine kleine Welle gewunden ist und ein Gegenge-wicht an dem andern Ende hat. An der Welle ist einZeiger befestiget, der sich mit ihr an einer genau ab-getheilten Scheibe umdreht k).
Das leuchtende Barometer hat Picard 167L zu-erst entdeckt K).