Band 
Erster Theil.
Seite
80
JPEG-Download
 

8o Bibel.

und mit zwey kleinen Wappen wird in der Bibliothek zuAugsburg aufbewahret. Die Kritiker wollen aber dieseJahrzahlen nicht von der Zeit des Drucks gelten lassen,sondern hallen dafür, daß solche etwa eine merkwürdi-ge Epoche in der Lrbensgeschichte der vorigen Besitzeranzeigen sollen, oder aus andern Ursachen erst späterhinein geschrieben oder gemahlt worden sind, und daßdie Augsburger Bibel von 1449 ein Exemplar von der,472 durch Günther Zaincr in Augsburg gedrucktenBibel sey, wovon sich auch ein Exemplar in der Karlhäu-scrbibliothek zu Buxheim befindet. Ohne hierinnen et-was entscheiden zu wollen, sieht man doch aus dem, wasbisher gesagt worden ist, so viel, daß die gedrucktenBibelausgaben von diesen Jahren noch Zweifeln unter-worfen sind und daß man also mit Gewißheit keine vonihnen für die erste gedruckte Bibel ausgeben kann.

In den Jahren 14^0 bis 14LL druckten Gutkenbergund Faust die erste lateinische Bibel mit gegossenen Mis-salbuchstaben, der Verfasser der Chronik« van der Hilli-ger Staat van Coellen (fol. >499) oder eigentlich UlrichZell setzt den Druck dieser Bibel in das Jahr i4Lv. Vondieser auf Pergament, ohne Namen, Ort und Jahrzahlgedruckten Bibel befinden sich Exemplare zu St. BlasicnParis, Berlin, Braunschwcig.

Die erste deutsche Bibel wurde 1462 durch Faustund Schöffer zu Maynz gedruckt und 1466 gab JohannMentel zu Straßburg die zweyte deutsche Bibel imDruck heraus.

Die