yo Bildformerkunst.
aus Thon und Leimen verfertigt habe. Von der Se-miramis, die 20^3 oder soyo n. E.d.W. starb, er-zählt Diodor, daß ste das Bild ihre Gemahls undverschicdner Thiere habe errichten lasten, welches wohlvon Bildsäulen zu verstehen ist. Laban, der um 2030n. E. d. W. lebte, hatte schon Götzenbilder, die ihm dieRahel entwandte c). Noch vor dem Jahre 2400 lehr-te Prometheus, ein asiatischer Fürst am Caucasus,wie man Bildsäulen, welche Menschen vorstellten, ausThon verfertigen könnest), daher die Poeten von ihmdichteten, er habe Menschen gebildet. Die Griechenleiten die Bildformerknnst vom Dibutades her, derein Töpfer aus der Stadt Sicyon, in Peloponnes,war, aber mit seiner Tochter in Corinkh lebte. Die-se hatte einen Liebhaber, der auf Reisen gehen woll-te, sie wünschte daher sein Bildniß zu haben, um sichauch in seiner Abwesenheit lebhaft an ihn erinnernzu können. Die Liebe machte sie erfinderisch; sie sahden Schatten ihres Geliebten an der Wand und umzogdenselben mit Linien ; ihr Vater füllte diese Zeich-nung mit Thon aus, und so entstand ein erhabenesProfil, welches er trocknen ließ und dann mit andernGelassen in dem Ofen brannte. Dieß war der Grundzu der erhabenen Arbeit bey den Griechen. Auch er-zählt man noch, daß dieses vom Dibutades verfer-tigte Bild so lange in Corinth zu sehen gewesen wä-re, bis Mummius diese Stadt zerstörte e). Demara-tus, der aus Corinth fliehen mußte, und der Vaterdes Tarquinius Priscus war, brachte die Bildformer-kunst um das Jahr ZZ26 nach Tuscien und seine Be-gleiter, Euchir und Eugrammus breiteten dieselbe inItalien aus, wo Tarquinius durch den Bildhauer