Band 
Erster Theil.
Seite
92
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Y2 Bildgicsserkunff.

wird, befand, und welches, wie einige glauben, ledig-lich um dieser Bildsäule willen, der man einen schick-lichen, und ihrem Werthe angemcssnen Platz anwei-sen wellte, errichtet wurde. Dieses Bild des Apollowar Zc, Ellen hoch und wird für die älteste aus Erzgegossene Bildsäule gehalten. Man nimmt an, daß sieschon lange vor dem Tode des Hyacinths vorhandenwar; Hyacinth starb aber noch vor seinem VaterSlmyclas, welcher 14LL Jahre vor Christi Geburt oder2498 n. E. d. W. noch lebte, woraus man auf dashohe Alter dieser Bildsäule schliesset, kann 3). Daßdiese Kunst den Jsraclitcn durch die Egyplicr frühzei-tig belannt worden sey, beweisen das güldene Kalb,welches Aron um das Jahr 24LZ goß oder giesscnließ k), ferner die Cherubim, welche Bezaleel um dasJahr 24^4 aus dichtem Golde goß c), wie auch dieeherne Schlange, die Moses in der Wüsten aufrich-tete cl . Um das Jahr 27^0 that sich der Athenicn-ser Dädalus, der erste gute Bildgießer unter den Grie-chen hervor; er goß einen Honigkuchen von Gold, derso täu'chend war, daß man ihn von einem natürli-chen nicht unterscheiden konnte. Um eben diese Zeitsott Herkules, der 2766 starb, die Kunst, Wachsbil-der, die die Figur eines Menschen halten, zu verferti-gen gelehrt haben. Er kam nemlich auf seinem Zugedurch Italien auch zu den Nachkömmlingen derPelas-ger, die dem Apollo Menschenköpfe und dem Saturngeschlachtete Männer opferten; um diese grausameSitte unter ihnen abzuschaffen, überredete sie Herku-les, daß Saturn und Apollo schon zufrieden seyn wür-den, wenn sie ihnen Wachsfiguren, die die Gestalt ei-nes Menschen hätten, opfern würden e). Um das Jahr