Band 
Erster Theil.
Seite
93
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Bildgiesscrkunst. yZ

S9A0 gab es auch in Phönizier, geschickte Bildgiesser;ein solcher war Hirams Vater, der um diese Zeitlebte, und sein Sohn Hiram wurde in dieser Kunstso berühmt, daß Salomo ihn »in 2970 nach Jerusa-lem kommen ließ k), wo er nicht nur 2 eherne Säu-len, die Z8 Ellen hoch waren und 12 Ellen im Um-fang hatten g), sondern auch das eherne Meer, nebstden 12 ehernen Stieren goß, auf welchen jenes standd). Um das Jahr ZZ26 brachle Euchir, der den Da-maratns auf seiner Flucht ausCorinth begleitete, dieKunst in Gips zu arbeiten nach Italien, und gegenZZZ7 ließ Nebucadnezar in Babylon ein goldncs Bildgieffen, das 60 Ellen hoch war, welches die ältestegoldne Bildsäule ist, von der wir Nachricht haben l).Hieraus möchte wohl ziemlich, deutlich erhellen, daßRhöcus und Theodor aus Samos, die man in die Zeitdes Crösus urrd Cyrus, also zwischen und Z4FLseyk, nicht, wie Pausanius sagt, die ersten gewesensind, die aus Erz Bildsäulen gegossen haben; vielleichtwaren sie nur die ersten an den Orten ihres Aufent-halts oder in ihrer Gegend. Eben dieser Schriftstel-ler meldet, daß die älteste Bildsäule von getriebenenErzblechen ein Jupiter Hypatus war, den Learchusmachte k). Nur den Göttern wurden anfänglich Bild-säulen errichtet; Harmodius und Aristogiton werdenunter den Griechen für die ersten unter den Menschenausgegeben, denen man zur Dankbarkeit dafür, daßsie den Tyrannen Hiparchus um das Jahr Z4/2 ge-lödtek hatten, Bildsäulen sehte l). Die erste goldeneBildsäule unter den Griechen soll Georgias Leonti-nus, oder von Leonce, zwischen Z 488 und ZLF? inden Tempel zu Delphis gesetzt haben. Um Z5Z.5 leb-