Band 
Erster Theil.
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98
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98 Bildhauerkunst.

zwey Könige dieses Nahmen in Egypten; der eine warAmasis I., der von 2312 bis 2ZZ7 regierte b), derandere Amasis II., dcrZ4iZ die Regierung antrat undZ4L8 starb c); von dein letzter« ist es bekannt, daßer ein Liebhaber vom Bauen war. Von den Egypticrnkam die Bildhauerkunst erst zu den Jsracliten, unterdenen sich Bczaleel und Ahaliab auszeichneten 6) unddann auch zu den Griechen. Als Troja belagert wur-de, welches um S79» geschah, hatten die Trojaner indem Tempel auf dem Schlosse dieser Stadt ein Bildder Pallas, welches sie das Palladien nannten. Wenndie Fabel von diesem Bilde weiter zu nichts diente, sokönnte sie doch den Vortheil gewahren, daraus aufdaSAlter der Bildhauerkunst unter den Griechen zu schlics-sen. Vielleicht war dieses Bild so alt, daß dieTrojaner die Zeit, wenn es gemacht wurde und denUrheber desselben selbst nicht mehr mit Gewißheit zubestimmen wußten, und daß eben diese Dunkelheit sei-nes Ursprungs zu Erdichtung der Fabeln Gelegenheitgab. Dit Trojaner erzählten nemlich, daß dieses Bildzu der Zeit, wo sie in ihrem Schlosse einem Tempelerbaueten, von Himmel herab in den Tempel hineingefallen sey, ehe noch das Dach darüber gcbauet gewe-sen wäre. Nach einem Ausspruch des Apollo sollte Trojaso lange unüberwindlich seyn, als dieses Bild noch inder Stadt wäre. Die Belagerer erfuhren dieses, mach-ten unterirdische Gänge, durch welche Diomcdes undUlysses in das Schloß drangen, die Besatzung desSchlosses und Tempels niedermachten, das Palladionraubten und ins Lager brachten. Den Trojanern ent-fiel nun der Muth und Troja wurde kurz darauf ero