Band 
Erster Theil.
Seite
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iv2 Bildhauerkunst.

erhabenen Figuren geziert; an.den vier Füssen desThrons und an beyden Füssen der Bildsäule standenSiegsgöltinnen. Auf der einen Seite der Vorderfüssedes Throns waren Sphinxe abgebildet, die einige lhcba-niscke Jünglinge wegnahmen, auf der andern sahe mandie Kinder der Niobe, wie Apollo und Diana solche mitPfeilen tödreten; zwischen den Füssen des Throns wa-ren die Kriege des Lheseus und Herkules mit den Ama-zonen vorgestellt. Auf dem Obertheile des Throns sa-he man aufdrr einen Seite die Grazien, aufder anderndie Hören als Töchter des Zcvs und aufdem Fußschcm-mcl der Bildsäule standen goldene Löwen. Die meisteKunst halle Phidias an dem Haupte dieses Jupiters ver-schwendet, feyerlichcr Ernst ruhete auf seinem Gesichteund Majestät strahlte von seiner Stirne, so daß schonsein Anblick mit Ehrfurcht erfüllte.

Um das Jahr Z6Z2 lebte Scopas von Paros, dernicht nur an dem Dianentcmpcl zu Ephesus und an demGrabmal des Mausolus in Carlen mitarbeiten half m);sondern auch den größten und schönsten Tempel der Pal-las in Pelvponncs, nemlichzu Tegea in Arkadien crbau-ete Der eine Giebel davon stellte die Jagd des kaly-danischen Schweins, der andere den Kampf des Achil-les und Tclephus am Caikus vor. Im Tempel selbststand das Bild der Pallas von Elfenbein, und zu ih-ren Seiten A'clepins und Hygea aus Marmor gehau-en, welches alles Werke des Scopas waren. DiesesBild der Minerva brachte August nach der Schlacht beyAktium nach Rom. Zu der Zeit Alexanders des Gro-ßen, d. i. um 2643, stand die Bildhauerkunst noch aufdem Gipfel ihrer Vollkommenheit. Daß die Römer