Bildhauerkunst. ,or
Sphinx und zu beyden Seiten waren Greiffe. Aufdem Bruststücke war das Medufenhaupt, in der einenHand hielt stc einen Speer und in der andern eine sechsFuß hohe Sicgsgöttinn. Aufihren Pantoffeln war dasGefecht der Centauren und Lapithcn abgebildet; beyihrem Speer lag eine Schlange und auf dem Fußge-stelle war die Geburt der Pandora vorgestellt. DieseBildsäule wurde im ersten Jahre des peloponnestschenKriegs in einem Tempel zu Athen aufgestellt. Nichtlange hernach wurde Phidias von Athen vertrieben undbegab sich in die Provinz Elis, wo er das Bild desolympischen Jupiters verfertigte, welches von denAlten mit unter die Wunderwerke der Welt gerechnetwurde. Dieses Meisterstück, wozu Phidias, wie erselbst gestand, die Idee aus einer Stelle des Homersnahm 1 ), stand in dem Tempel zu Olympia, einer Stadtin der Landschaft Elis :n Morea. Ein mit Säulenbesetzter Gang führte zum Throne des Jupiters, dasBild desselben war.50 Ellen hoch und von Elfenbein,in welches das Gold mit der größten Kunst hinein gear-beitet war. Auf seinem Haupte trug er eine Krone,die dem Kranze von Oelzwcigen, den die olympischenSieger erhielten, vollkommen ähnlich war; in der rech-ten Hand hielt er eine mit einer goldenen Krone ge-schmückte Kriegsgöttin von Elfenbein, in der linkeneinen aus vielen Metallen zusammen gesetzten und aufdas feinste gearbeiteten Zepter, auf dessen Spitze einAdler ruhele. Die Halbstiefelu und der Mantel warenvon Gold , und in den letzter» Thiere und Lilien gear-beitet. Der Thron, worauf er stand, war von Gold,Elfenbein, Ebenholz und Edelsteinen und mit vielen