Band 
Erster Theil.
Seite
156
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rz6 Buchdruckcrkunst.

Der wahre Erfinder der heurigen Vuchdruckerkunstwar.Johann von Sorgenlvch, genannt Gänsflcischzu Gutlenberg, den man auch Johann Guttenbergnennt. Er war aus einem sehr alten MittclrheinischenStifts-Ritter - mäßigen Geschlechte aus Maynz, woer 1401 geboren wurde. Zu seiner Zeit wurden nichtnur viele Holzschnitte, mit Schrift, sondern auch gan.ze Bücher von Holztafeln abgedruckt, in die man dieSchrift cinschiulk. Dieses Verfahren war aber nichtnur langweilig, sondern auch kostbar; denn wenn dieAbdrücke geschehen waren, konnte man die Holzta-feln weiter nicht brauchen und die Bücher bliebeneben deswegen noch immer sehr theuer. Guttenberg,der im Jahr 1450 von Maynz nach Strasburg zog,dachte daher darüber nach, ob es nicht möglich wäre,ein Buch zu drucken, wenn man die Buchstaben alleeinzeln von gleicher Größe aus Holz schnitzte, gehö-rig an einander setzte und abdruckte, welches den Vor-theil verschaffen müßte, daß man nach dem Druckdie Buchstaben wieder auseinander nehmen und zueinem neuen Buche brauchen könnte. Nachdem erüber der Ausführung dieses Gedankcs sein ohnehinnicht großes Vermögen bereits zugesetzt hatte, machteer im Jahr 1436 zu Strasburg auf Kosten des An-dreas Dritzehens und Andreas Heilmanns, in des er-steren Hause, die ersten Versuche in der Buchdrucker-kunst und zwar anfangs mit hölzernen beweglichenLettern, die er, wie einige wollen, an Fäden oderSchnuren gereihet und mit Schreibdinte auf Papierabgedruckt haben soll. Aus einer Urkunde vom Jahrr4z6 b) in welcher die Worte vorkommen: „so wä-„re auch an vil enden, do sie Bli (Bley) und ande-