Buchdruckerkunst. i§7
„res das dazu gehöret, kaust hetten" will manschliesset! , das Guttenberg schon damahls an dasGiessen der Lettern gedacht habe; eS folgt aberhöchstens nur so viel daraus, daß sich Guttenbergschon damahls des BlepcS bediente, um Letterndaraus zu schneiden.
So viel weiß man indessen, daß Guttenbergmit den geschnittenen hölzernen und bleyernen Let-tern , weil ste dein Druck der Presse nicht genugwiderstanden, kein schönes gedrucktes Blatt heraus-bringen konnte. Ji» Jahr -4Z9 war die Buchdru-ckerpresse. bereits erfunden; s. Buchdruckerpresse. Ineben diesem Jahre bekam Guttenberg, nach Abster-ben des Andreas Dritzehens, mit dessen Bruder Ja-cob Dritzehen einen Streit über So Goldgülden, dieihm Andreas schuldig geblieben war und gewann ihnauch. Sechs Jahre hernach, nemlich i 44 L zog Gut-rcnberg von Sirasburg wieder nach Maynz, nahmseine Druckerey mit sich und setzte in seinem Hausezum Jungen, welches er zum guten Berge nannte unddavon selbst den Namen Guttenberg erhielt, die Er-findung der Buchdruckerkunst fort. Hier machte erBekanntschaft eines reichen Goldschmids, NamensJohann Faust, der ein gewinnsüchtiger Mann war,und errichtete 14^0 mit ihm die erste typographischeGesellschaft oder Mitverlag. Beyde wohnten in demHause zum Jungen, wo fie den Donat und die Con-fessionalia, noch mit in Holztafeln eingefchnittenenBuchstaben druckten. Johann Faust nahm nun seinenBruder Jacob Faust und den Peter Schöffer oderSckoiffer, einen Geistlichen aus Gernsheim, der einkünstlicher Schreiber war, zu Gehülfen an. Zwar