Band 
Erster Theil.
Seite
208
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L08 Destillir-Ofen. Diadem.

4zo n. C. G. gefunden haben. Im achten Jahrhun.dert beschreibt Geber die Destillation, welche auf-wärts geschieht, schon ganz deutlich. Im neuntenJahr-hundert hatte man an dem Hofe der griechischen Kai-ser schon destillirtes Rosenwasscr. Im eilften Jahr-hundert gedenkt Avicenna dieser Kunst in scinenSchrif-ten; es ist also falsch, wenn man behauptet, daß sieerst um i iLv erfunden worden sey.

») s. Uulv- L«x. VII. x. 66z. b) BtckmannL An-ten. zur Technologie. 1787. S. >6z.

Destilli r-O fenist ein Gebäu, worin die De-stillir - Gefäße gesetzt und worunter Feuer angemachtwerden kann. Seine vornehmsten Theile stnd die Asch-kammer, der Rost, der Heerd, die Windlöcher u. d. g.Bocrhave erfand einen beweglichen hölzernen Destil-lir-Ofen, den man selbst in jeder Stube ohne Gefahrbrauchen kann.

Dcville s. Maschine zu Marly.

Diachylon, ein bekanntes Pflaster, das nochheutzutage gebräuchlich ist, wurde von dem Menecra-tes, einem Arzte der zu den Zeiten des Kaisers Clau-dius starb, erfunden, s. Oalenus äe Compollr. Ns-äicam. lec. gen. üb. 7. c. 8.

Diadem war ein königlicher Kopfschmuck derMorgenländer, der älter als die Krone seyn soll undbestand aus einer weiften aus Byssus oder der fein-sten Baumwolle gewirkten, mit Perlen oder Edelstei-nen besetzten Binde, die hinten am Kopfe so zusam-men geknüpft wurde, daß die beyden Ende über denHals herabhiengen. Etwas ähnliches davon findet stchschon unter dem Hauplschmuck des Hohenpriesters a);

auch