Dichtkunst. 2iF
ausnimmt, unter allen auf unsere Zeiten gekommenen»die ältesten find. Die übrigen Dichter der Griechensind bekannt, unter welchen noch Aratus zu merken,der um Z700 lebte, aus dessen Gedichten ein hal-ber Vers in der Schrift angeführt wird.
Die Verse, worin man sich zusammengesetz-ter Wörter bedient, erfand Antheus k).
Aristoteles, der um Z648 berühmt war, brachte dieDichtkunst zuerst in die Form einer Wissenschaft.
Von den ältesten Dichtern der Römer s. Schau-spiel.
Das goldne Zeitalter der Dichtkunst der Araberfällt in die Zeit vor Mahomed. Die arabischen Dichterhatten die Gewohnheit, aufden Jahrmärkten zuOcad,welche des Handels wegen von den Arabern, stark be-sucht wurden, ihre Gedichte dem Volke vorzulesen undmit einander um den Preis zu streiten. Die Preisge-dichte wurden in dem Tempel zu Mecca aufgehangen.Der letzte von den sieben Dichtern, dem diese Ehre er-zeigt wurde, war Labid, ein Zeitgenosse des Ma-homedS. Einst las er im Koran das zweyte Kapitel,V. »6 — iy. und diese Stelle wirkte so sehr aufihn, daß er fein eigenes Preisgedicht aus dem Ein-gänge des Tempels zu Mecca abnahm und ein Mu-hamedaner wurde, weil er glaubte, daß niemand,ohne von Gott getrieben zu seyn, so schön wie Ma-homed schreiben könnte. Nach dem Labid sank diearabische Dichtkunst.
Die ältesten Dichter und Sänger der Deutschen,Gallier, Celten und Britten waren die Barden, derenschon Diodor von Sicilien i) und Tacikus !c) geben-