Band 
Erster Theil.
Seite
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2 »6 Dichtkunst,

ken. Sie begleiteten die deutschen Kriegshpere in dieSchlachten, und sangen sowohl bey dem Anfange, alsauch wahrend der Schlacht Kriegslieder, um denMuth der Deutschen anzufeuern; nach der Schlachtsangen sie das Lob der Sieger und Helden. Zu ihrenGesängen spielten sie ein der Cvlher ähnliches In-strument I). Als Karl der Grosse die christliche Reli-gion einführte, schaffte er die Barden nicht ab; nurbefahl er, daß sie nicht mehr das Lob der Götzen,sondern nur der Helden besingen sollten. Man sagt,daß der Mont Bard, ein Berg in Burgund, wor-auf Barden gewohnt haben sollen, wie auch dieStadt Bardewick von ihnen den Nahmen halten. Umdas I. 870 n. C G. machte sich Dttfried (s. Buch)als deutscher Dichter bekannt, und gegen 980 dichteteRoßwitha zu Gandersheim (s. Schauspiel). Imzwölften Jahrhundert wurden die Minnesänger, dieman so nannte, weil sie von der Liebe zwischen bey-den Geschlechtern dichteten, unter den Deutschen be-rühmt. Einige wollen behaupten, daß es schon znKarls des Großen Zeit Minnesänger gegeben habe, undes ist nicht unwahrscheinlich, daß sie aus den von Karldem Großen geduldeten Barden nach und nach entstan-den sind. Sie dichteten in der schwäbischen Mundart,und man hat gegen izo solcher Dichter, (unter denensich selbst Kaiser, Könige, Markgrafen und Fürstenbefanden), deren Gedichte bereits gedruckt sind. Ihrebeste Periode ging in der Mitte des i sken Jahrhundertsan, und dauerte bis in die Mitte des izten. ImiLten Jahrh, zeichneten sich unter den Deutschen aucheinige durch gute lateinische Gedichte aus, dahin gehört