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in dem Lande eine Nachricht bekannt zu machen n),um die zerstreuten oder Verirrten zu sammlen b),um Armeen dadurch zu vcrsammlen c) oder ihnendaS Zeichen zum Aufl-ruch zu geben. Bey den He-bräern waren sie zu Moses Zeit schon sehr bekannt6). Die Griechen nahmen einen Hut oder Helm,ein Schild oder Segel, und befestigten es auf ei-ner Stange e). Die Fahne des Romulus war einHeubündel, welches an eine Stange gebunden wur-de. In der Folge schnitzten die Römer die Bilderder Wölfe, Bären, Löwen, Pferde, Schweine,Adler, und trugen sie an Stangen. Bey geheimenUnternehmungen vertrat das Bild des Minotaurusdie Stelle der Fahnen. Späterhin gössen sie dieseBilder aus Metall, wohl gar aus Silber oderGold. C. MariuS schaffte alle Bilder ab und be-hielt bloß den Adler bey k), der auch nachher unterden Reichsinsignien geblieben ist. Die Fahnen derrömischen Cavallerie bestanden aus einem viereckig-tcn Stück purpurfarbnen, mit Gold gezierten Tuch,worauf man in der Folge noch das Bild einesDrachen anbrachte Z). Die Deutschen knüpften einBand an eine Lanze, welche der Herzog vor demHeere Hertrug. Von diesem Bande will man dasdeutsche Wort Fahne herleiten, indem aus Banderst Ban und aus diesem Fan oder Fahne entstan-den sey, welche Ableitung man damit bekräftiget,daß kanäum und banäsrium eine Fahne, und bun-öereliu« ein Fähndrich heißt. In der Folge wuchsdieses Band so sehr, daß sich zuletzt ein gehar-nischter Mann mit sammt dem Pferde hinein wi-ckeln konnte d).