Fernglas. Zoz
Die Lichtstrahlen viermal rcflcckirt wurden. Diese Ma-schine that die Dienste eines Fernrohrs von 60 Schuh.Ein anderes Spiegelteleskop erfand Caffegrün. Esbesteht aus zwey Röhren; in der hintersten ist eingrosser Hohlspiegel, der in der Mille ein Loch hat,worin das Augenglas steht, welchem gegenüber einkleinerer erhabener Spiegel in der Röhre angebrachtist. Das Bild fallt zuerst in den Hohlspiegel, vonda in den erhabenen Spiegel und von da gerade durchdas Augenglas in das Auge des Beobachters a).
Endlich rechnet man auch noch das gebogne Per-spectiv, welches Johann Hevel (geb. zu Danzig 1611.gest. 1687) erfand, unter die reflcctirendcn Fernrohre.Zu Anfang desselben liegt ein metallener Planspiegelin einem halb geraden Winkel; hierauf folgen in demRohr drey Augenglaser; fast am Ende des Rohrssteht das Dbjectivglas und ganz am Ende liegt wie-der ein metallener Planspiegel in einen» halbgeradcnWinkel. Ueber dein letzteren Spiegel ist ein kürzeres,riach unten zu sich erweiterndes Rohr so angesetzt,daß es mit dem erstern einen rechten Winkel macht.Dieses Instrument wird Polemoscopium oder Kriegs-fernrohr genannt, weil man sich dessen im Kriege be-dient, um dadurch Sachen zu beobachten, die nichtgerage vor den Augen liegen. Auch führt es denNamen Wallgucker, weil man damit über Mauernund Walle wegsehen und beobachten kann, womitsich die Besatzung hinter den Waken und Mauernbeschäftiget.
Des Spiegelteleskops, welches Huygens erfandund das auch unter die reflectirende Fernrohre gehört,ist bereits gedacht worden.