Band 
Erster Theil.
Seite
305
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Fernglas. »o;

größere Wirkung, als ein gemeines astronomischesFernrohr von 30 Schuh b).

Eben dieser Dallond erfand auch Fernrohre mitsechs Augcnläsern, wodurch die Fehler vermindert wur-den, die von der Kugelgestalt des Glases herrühren.

Das Jconantidiptische Fernrohr, welches zweygegeneinander gewandte Bilder von einem und ebendemselben Gegenstände zeigt, hat Herr Jeaurat er-funden und der Baron von Gedda verbessert c).

Ein besonderes Perspectiv erfand der französischeMinorit, EmanuelMaignan (geb. räoi.gest. 1676),worüber er mit dem Pater Kircher, wegen der erstenErfindung desselben, Streit bekam ä).

Johann Wiesel, der 1643 zu Augsburg lebte undein Schüler des Antonius Maria Schyrläus von Rhei-ta war, erfand eine Art Perspektive, von welchen erselbst an den Gervas. Mattmüller schrieb, daß er sienicht allein bey Tage, sondern auch bey Heller Nachtzur Beobachtung der Gestirne brauchen könne; denndiese neue Jnvention komme aufrecht zu stehen undwerde von wunderbarlichen Gläsern zusammengesetzt;dieß Perspectiv mache einen so großen Platz, daß erdadurch, mit unverwandtem Rohr, soooo Mannin Schlachtordnung übersehen könne, wenn sie auchschon einige Meilen von ihm entfernt waren. Herrvon Steilen vermuthet, daß es eine Art von Cameraobscura gewesen seyn könne e).

Georg Friedrich Brander, aus Regensburgbrachte >757 zu Augsburg die ersten Teleskopen inDeutschland zu Stande 5 ).

Busch Hanbb. ver Erf. ll