ZZ 6 Flöte.
gclcrde genommen sind, werden sie bearbeitet und mitverschiedenen Hammern geschlagen. Ihre Zubereitungfindet man in der Handlungszeitung von I. A. Hildt.1790. 9. St. S- 6/ beschrieben.
Flöte ist ein musikalisches Instrument, das mitdem Munde geblasen wird, und besteht aus einerlangen Röhre, die mit einem Mundstück und einerAnzahl Löcher versehen ist. Die Alten hatten vielerlei)Arten der Flöten, die sich theils durch die Materie,woraus sie gemacht waren, theils durch die verschiede-nen Arten des Gebrauchs, den man davon machte, theilsauch durch ihre äussere Form von einander unterschie-den. Man hatte z. B. Flöten von Rohr; die Thcba-ner aber machten sie aus den Knochen oder Schien-beinen der Thiere, die Lybier nahmen das Holz vonBuchsbaum dazu und späterhin verfertigte man sieaus Elfenbein. Von dem Gebrauch der Flöten weißman, daß sich die Allen derselben in den Tempeln, beyden Opfern, bey den Spielen, Gastmählern und Be-gräbnissen bedienten. Die Geschichtschreiber und Dich,ter nennen uns mehrere Erfinder dieses Werkzeugs,theils weil es mehrere Arten der Flöten gab, wovonjede ihren besondern Erfinder haben konnte, theils weileiner oder der andere nur einen neuen Gebrauch derFlöte bey einer besondern Gelegenheit erfand und da-her mit unter die Erfinder der Flöte gerechnet wurde.
Die Veranlassung zur Erfindung dieses Instru-ments wird verschieden angegeben. Pindar a) sagt,als Perseus die Medusa getödket hatte, zischten dieSchlangen in den Häuptern ihrer Schwestern, derGorgonen, so kläglich, daß Pallas, um diese Töne
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