Band 
Zweyter Theil.
Seite
20
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so Genealogie.

gie der heidnischen Gottheiten in Gedichten besang,Euhemerus von Messina, der bey der Genealogiedie Aufschriften, besonders in den Tempeln, benutzteund schon um das I. z668 lehrte, daß die Götterder Griechen ehedem nichts anders als Menschen ge-wesen waren, ferner ApollodoruS, Acusilaus der Ar-give, Aristäus, Hecatäus, Epimenides, PherecydeSvon Athen, Simonides Ceus und Suidas. Die vor-nehmsten Hülfsmittel der Griechen in der Genealogiebestanden in den Aufschriften der häufigen Ehrendeak-mälcr ihrer Helden und grosser Männer.

Die Römer hielten sehr viel auf eine alte Her-kunft, daher auch die mchrestcn Familien ihren Ur-sprung von einem Helden des Alterthums, z.B. vomHerkules oder einem seiner Gefährten ableiteten. Sobehauptete die Familie Lamia, daß sie vom Lamus,einem Sohne des Neptuns und Könige der Lestry-gonier, der in der Stadt Formia gewohnt habe,abstamme ä). Auch war die Eintheilung des Volksin Patricier und Plebejer bey ihnen fo alt, als ihreRepublik selbst. Diese Patricier suchten das Anden-ken ihrer Vorfahren besonders dadurch zu erhalten,daß sie deren Bilder von Wachs, nach der Zeitfol-gc, in dem Eingänge ihrer Wohnhäuser aufstellten,auch wohl ihre Stammbäume dahin malen liessene). Die Plebejer aber fügten den Unterschriften ihrerNahmen auch noch die Nahmen ihres Vaters, Groß-vaters und Aelternvaters bey, wodurch also auchihre Geschlcchtsrcgister erhalten wurden. Uebrigensmachten sich bey den Römern T. Pomponius Atli-cus k), M. Terentius Varro u. a. m. um die Ge-nealogie verdient.