F2> Gesetze,
sten nehmen an, daß er um zioo gcblühet hake.Um Armuth und Neid zu verhüten, gab er dem ei-nen Latedämonier so viel Land, wie dem andern,und um dem Geize sowohl, als den Bestechungenzuvorzukommen, gestaltete er weder den Gebrauch desSilbers, noch des Goldes, sondern nur der eisernenMünze, der er ein grosses Gewicht, aber nur einengeringen Werth gab. Fremde durften sich nicht inSparta aufhalten, damit das Volk keine böse Bey-spiele sehen möchte und aus dieser Ursache verbot erauch den Spartanern das Reisen in fremde Lander.Kein Laccdämonicr durfte besser leben oder sich bes-ser kleiden als der andere, damit die Ueppigkeit nichteinreisten möchte. Um die Jugend zur Kriegslist zugewöhnen, erlaubte er ihr, Sachen von geringemWerth zu entwenden, wofür nur derjenige gestraftwurde, der sich darüber ertappen ließ. Kein Frauen-zimmer durfte eine Mitgäbe bekommen, damit je-der nach Neigung hcyrathen möchte. Um seinen Ge-setzen Dauer zu geben, gab er vor, er müsse zumDelphischen Orakel reisen; die Lacedamonier möch-ten ihm daher versprechen, so lange nichts an seinenGesetzen zu ändern, bis er zurückgekommen seyn wür-de. Hierauf reiseke er nach Creta, brachte daselbstsein Leben zu und befahl bey seinem Tode, daß manseine Gebeine ins Meer werfen möchte, damit nicht,wenn man solche nach Sparta brächte, die Locedä-monier von ihrem geleisteten Versprechen frey zu seynglaubten bb). Indessen verloren die Spartaner inder Folge die Gesetze des LycurguS doch auf einigeZeit; allein ihr Köniß Kleomenes M. führte sie um§7zo wieder bey ihnen ein.