Band 
Zweyter Theil.
Seite
60
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<?o Gestalt der Erde.

oder rund sey, und wünscht daher, beym Plako imPhadon - dieses noch von seinem Lehrer AnaxagoraSzu lernen.

Nach der Behauptung des TheophrastS und desDiogenes Laertius m) war Parmenides von Elea,der für einen Schüler des Anaximander und Leno-phanes gehalten wird und in der 96. Olympiade oderum ZZ92 noch lebte, der erste, welcher, wie es aucham wahrscheinlichsten ist, die Kugelgestalt der Erdebehauptete. Man glaubt, daß die Krümme, die manan der Meerebcnc bemerkte, zuerst darauf geleitethabe.

Empedocles, den mau für einen Schüler des Ana-Mgoras, Ppthagoras und Parmenides halt und derum ZZZ9 berühmt wurde, lehrte, daß die Erde (viel-leicht schon als Kugel betrachtet) durch den schnellenKreislauf des Himmels ruhe, so wie ein schnell umge-schwungner Becher das Wasser nicht verschütte n).

LeucippuS (berühmt um die 77. Olympiade oderZ2Z N.E. R. d. i. ALFA. n. E. d W.) dachte sich dieErde als eine Trommel; sein Schüler Democritus(um z6oc, n.E. d.W.) stellte sie sich rund und hohlvor, damit das Wasser nicht abstießen könne: Plato(geb. in der 88. Olymp, oder Z2L n. E. R. gest. Z6z8.n. C.d.W.) dachte sich dieselbe als einen Würfel.

Aristoteles, der um Z648 berühmt war, bewiesschon die Kugelgestalt der Erde theils daraus, daß siein der Mitte des Himmels schwebe und alle ihreTheile durch ihre Schwere nach dem Mittelpunkte hin-strebten, theils aus dem runden Schatten, den siein den Mond werfe, theils daraus, daß man gegen