Band 
Zweyter Theil.
Seite
78
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7L Gelvitterableuer.

Füssen ruhete, befestigte. Als der Drache der Ge-rvitterwolke nahekam, saugte er die Gcwiklermaterieein, die Hanfschnur leitete sie herab und die eiserneStange oder der Schlüssel fiengen an leichte Körperanzuziehen, wie auch Feuer und Knall von sich zugeben, sobald man daran rührte. Hierdurch wurdeFranklin in der Meinung bestärkt, daß der elektri-sche Strahl mit dem Blitz einerley Natur habe, daßbeyde nur im Krade der Wirkung verschieden waren/welches denn auch kein Wunder sey. Alle diese Um-stände zusammengenommen brachten ihn auf die Ver-muthung, daß man sich, durch Aufrichtung zugespitztermetallener Stangen, wider das Einschlagen des Bli-tzes sichern könne s). Hierauf richtete man in Frank-reich und andern Landern auf den Thürmen eiserneStangen auf, an denen man zur Gewitlerszeit frey-willige Funken bemerkte r). Unter andern machtendie Herren Verrats, Materutti, Marini, Borelli undPagannuzzi am 2/. July 17L2, auf dem Obser-vatorie zu Bologna, wo man auch eine eiserne Stan-ge aufgerichtet hatte, folgende Beobachtung: als dereine von ihnen die eiserne Stange mit der rechtenHand, der andere aber mit beyden Händen die Kettehielt und ein dritter sich mit der Hand über die sei-dene Schnur stellen wollte: so erschien ein Heller Licht-kegel, alle drey empfiengen einen gewaltigen Stoßund es erfolgte ein grossen Knall, den man untenfür einen Donnerschlag hielt u). Franklin brach-te nun eine eiserne Stange i.l seinem Zimmet anund hicng Glöckchen daran, welche läuteten, so baldeine Gewitterwolke über seinem Hause hinzog, wo-