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hingerichtet, damit daS Volk glauben möchte, er seyan einer Krankheit gestorbenk). Nicht besser ging esdem Kayser Claudius, der von seiner Gemahlin Agrip-pina mit einem Gifte hingerichtet wurde, welches dieberüchtigte Gistmischerin Locusta bereitet hatte g). AuchTitus soll mit dem Gifte des Meerhasens hingerichtetworden seyn.
Unter den schleichenden Giften die man in neuernZeilen erfand, ist das Tvffanische Wasser, aguu äellzTolfimu, ucguelts äi dlapoli, eins der schrecklichsten,welches seinen Namen von der Erfinderin, Toffania,erhlelt, die anfangs zu Palermo, nachher aber zu Nea-pel lebte und dasselbe anfänglich unter dem Namen:Manna des heiligen Nikolaus von Bari, in kleinen-gläsernen Fläschgen, denen sie bey Versendungen dasBilddiefes Heiligen beylegte, verkaufte. Vie Ursache,warum sie dasselbe unter dem Namen, Manna desheiligen Nicolaus von Bari verkaufte, war folgende;man glaubt in der dortigen Gegend, daß aus dem Gra-be des heiligen Nicolaus zu Bari ein Wunderöl flicsse,welches für allerley Krankheiten gut sey und genann-tem Heiligen zu Ehren unter seinem Namen verkauftwird. Toffania hielt dafür, daß sie für ihr Gift keinesicherere Firma wählen könnte, um bey Versenduugdesselben keine Untersuchung befürchten zu dürfen. Ge-gen 1709 erfuhr die Obrigkeit die Giftmischerey dieserWeibsperson und bemühete sich, derselben habhaft zuwerden; allein Toffania floh von einem Kloster ins an-dere, wo sie auch Schutz fand und 17^0 soll sie nochzu Neapel gelebt haben. Indessen versichern Pita-val und le Bret, daß der Vicekvnig, General Thaun,