Band 
Zweyter Theil.
Seite
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Glas.

Die Alten schreiben die Erfindung deS Glasesden Phöniziern zu und nennen unS das Ufer des Flus-ses Belus, der am Fusse des Bergs Carmel und zwarauf der nördlichen Seite desselben, aus dein SumpfeCentevia entspringt, als den Ort, wo es zuerst er-funden wurde a). Gedachter Fluß hat an seinen Uferneinen feinen Sand, den nach einigen das Meer dahinwirft; andere aber behaupten, daß dieser mir Vitriolvermischte Sand, von den um den Fluß herum lie-genden Bergen, in die Tiefe des Thals gewehet werde,wo er andere Mineralien, die er berühre, in Glas ver-wandele. Genug, daß der Sand an dem Ufer des Flu-ßcs die vorzüglichste Veranlassung zur Erfindung desGlases gab b). Phönizische Kaufleute, die Salpeterauf ihrem Schiffe führten ladeten nicht weit von Si-don an dem einen Ufer des Flusses Belus. Hier woll.ken sie sich ihr Essen bereiten und da es ihnen an grossenSteinen fehlte, um ihre Kessel höher zu setzen : so nah-men sie stakt derselben von ihrer Schiffsladung grosseStücken Salpeter, welche sie auf den Sand legtenund ihre Kessel darüber setzten. Der Salpeter gericthhierauf in Brand, das Feuer vermischte denselbenmit dem feinen Sande und als die Flamme ver-losch, zeigte sich eine flüssige durchsichtige Masse,welche die Grundlage des Glases wurde. Man arbei-tete dieser Anweisung des Zufalls weiter nach, meng-te bald den Magnet, wie auch glänzende Steinchenund Muscheln, die man vorher brannte, darunter,bis man die vollkommene Bereitung deS Glaseslernte.