Band 
Zweyter Theil.
Seite
91
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Glandeln — Glas. 91

Glandein oder Drüsen sind Theile des menschli-chen Leibes, die künstlichen Sieben gleichen und auseinem trockenen zerbrechlichen schwammichten Wesen,zuweilen auch aus einem Gewebe von zarten Adern be-stehen, welches mit vielen Hauten belegt ist. Die zu-sammengesetzten Drüsen scheiden das unnütze Wasseraus dem Leibe, aber die kugelförmigen oder einfachenführen das ihrige dem Milchsäfte und dem Blute zu.Ausser diesen giebt es auch noch viele im menschliMenLeibe hin und wieder zerstreuele Drüsen dergleichenman besonders in den Gedärmen entdeckt hat. Diexlanäulas plsxus ckoroiciei d. i. die Glandeln, dieauS einer garnförmigen Verwickelung der Adern imGehirn bestehen, entdeckte Constanlin Varolius, Pro-fessor der Anatomie zu Rom, im 16 Jahrhundert a);die ßlanckulas inkeckinalos, oder die Drüsen in den Ge-därmen, machte Joh. Conr. Beyer wieder bekannt b);die Ilanäuls!? ocioriseras vraevurii entdeckte EduardTyson, nach dessen Namen sie auch genannt wurden c).s. Pankrcatischcr Gang.

I- A- Fnbr. Allg. Hlg. der Gelehrt- >754 3-B-S. z/6, t>) Ebendas. S 1087. 0) Ebend. S. 10SS.

Glas ist ein durchsichtiger, spröder, unauflösli-cher, schmelzbarer Körper, der aus Sand, Kiesel,Quarz, Schlacken, Flink, oder Fucrsteinen, calcinir-ten Crystallen, Kreide, Gypse, Kalk, Knochen, Bo-rap, aus mineralischen feuerbeständigen, wie auch ausvegetabilischen Alkali, als Asche, Pottasche, ferneraus unreinem Salpeter und Kochsalz, wie auch ausGlötte, Mennig, Massicot u. a. m. durch Schmelzen»ermittelst des Feuers bereitet wird.