Band 
Zweyter Theil.
Seite
96
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§6 Glas

Lurchmesser haben. Man breitet die Menge Glasdurch das Blasen so weil aus, daß die noch zähenScheiben im Kreise herumschwenket und zuweilen ineine mit glühender Asche angefüllte Grube gehaltenwerden. Der Mittelpunkt, wo sie an die Pfeife befesti-get gewesen sind, ist dicker, convex und wird die Gallegenannt. Dieses Stück schneiden die Glaser aus undsetzen es in die Laternan. Die Franzosen sagen, PKi-lipp äs Luquera'l, ecu^er 8ieur äe 8aint lmme8, ba-be diese Arbeit, welche sie plärr äe verre en bouäinenennen, im Jahr iZZo erfunden lc).

In England wurde auf Antrieb des Herzogs vonBuckingham 167z das erste Tafelglas zu Spiegelnund Kutschenfenstern gemacht. Feines GlaS machteman daselbst erst i68Zl).

Das Giessen der Glastafeln erfand der Franzos,Abraham Thewart, 1688 m).

Das Flintglas, welches schmelzbarer, schwerer,dichter, zäher, glätter , wie auch etwas gefärbt ist undbeym Schleifen nicht leicht springt, erhält man, wenndie glasartige Erde mit einem Bleykalk vermischt wird.Der Engländer Ravenscroft soll es zuerst haben ver-fertigen lassen n).

Dübois erfand einen Vortheil, der bey dem Glas-machen beträchtliche Erleichterung verschafft. Er brach-te bey der Glasmanufaktur zu Saint Gobin, nichtweit von Lyon, ein Rad an, welches sich bey jedemWind drehet und wodurch die Maschine, die die Ma-terien stößt, woraus das Glas bereitet wird, weitmehr Arbeit und zwar mit viel geringern Kosten vcr.richtete 0).

Die