Band 
Zweyter Theil.
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98
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98 Glasauge — Glasfärbcrcy.

Glasauge. Die Verfertigung gläserner -lügenbrachte der Nürnberger Hack, der um 1769 starb undein Sohn von dem geschickten Glasbläser, Mich. Sigm.Hack, war, zur größten Vollkommenheit. Nachmalsverfertigte sie auch seine älteste noch lebende Tochter,s. McrkwürNgk. der Seadl Nürnb. und Alldorf, S. 7Z7.

Glasbouteillc s. Boutcille,

Glaser s. feuerfeste Gebäude; Feuerlöschern^GlaSfärberey besteht in der geschickten Anwen^düng der metallischen Kalke auf die Frilte der Glas-hütten. Dergleichen gefärbte Gläser, die eine Nachah-mung der Edelsteine sind, werden Glasflüsse genannt,welche die Alten in allen Artender Farben zu verferti-gen wußten a). Unter andern wußten sie auch das Glasschwarz zu färben, welches Obsidianisches GlaS ge-nannt wurde, weil es so schwarz wie der DbsidianischeStein aussah b). Zum Beweise des ÄlterS dieser Kunstdient eine von den Mumien im brillischen Museum zuLondon, welche Zierrakhen von grünen Glasknöpfenhat. Den sinesischen Jahrbüchern zufolge hat unter derDynastie der Han, nicht lange nach Christi Geburt, einKönig von Persien dem damaligen Kaiser von Chinaschon Gläser von allerhand Farben und einen Meister,der sie verfertigen konnte, geschickt. Die Kunst der Al-ten, dem Glase alle Arten der Farben zu geben, gingnach und nach verloren, indessen brachte man dieselbedoch wieder ans Licht; nur mit der Wiedererfindungdes rothen Glases oder des Rubinflußcs hielt es amschwerestcn,daher ich Kunkels, Krügers und HelmhacksErfindungen wenigstens anzeigen will. Die Kunst, denRubin aus Frilte oder Glasfluß, mit Zusetzung des im