tlü Glocken.
mo erfundenes Geläute, welches dazu dienen sollte,die Schwalben aus der offnen Halle und dem Tem-pel zu verscheuchen, damit sie nicht dahin nisten undden Tempel verunreinigen möchten c).
Wenn bey den Lacedamoniern ein König gestor-ben war, schlugen sie auf eherne Keffel, welche dieStelle der Glocken vertreten mußten ä); indessen wa-ren ihnen doch Glocken kleinerer Art nicht unbekannt.Die Priester der Proserpina zu Athen bedienten sichkleiner Glocken, um das Volk zum Opfer zusammenzu rufen e); auch wurde auf den Fischmärkten derGriechen gewöhnlich mit Klingeln ein Zeichen gegeben,worauf sich die Liebhaber der Fische daselbst versam-melten k).
Auch die Römer bedienten sich kleiner Glocken,theils in ihren Häusern, theils wenn sich das Volkin Tempeln, Badern und auf öffentlichen Platzen ver-sammeln , theils wenn ein Missethäter hingerichtetwerden sollte ßd. Suidas sagt, daß auch die Wäch-ter des Nachts Schellen bey sich trugen, auf derenKlang man antworten mußte, und aus den Fabelndes Phädrus ist bekannt, daß den Maulthiercn eben-falls Schellen angehängt wurden.
Man sieht hieraus, daß die Cynibcln, Schellenund Handglocken, von denen sich zur Zeit Constan-tins des Grossen etwas findet, eine Erfindung desMorgenlandes sind, da hingegen die KirchenglockenItalien zum Vaterland haben.
Ehe ihr Gebrauch auskam, ließ man die Ge-meinde, wie einige behaupten, durch Lauser zusam-menrufen k). Nachher schlug man gewisse Breter zu-