Band 
Zweyter Theil.
Seite
117
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Glocken. 117

fammen, welches einen Lernt verursachte, woraufsich das Volk zum Gottesdienste versammelte, daherman diese Breter auch die heiligen Breter nannte i).In der morgenländischen Kirche schlug man mit einemHammer auf ein trocknes , hölzernes aufgehangene-Bret k); dieAbyssinier bedienen sich hölzerner l) unddie Aelhiopier steinerner Schellen und Glocken, diemehr schnarren, als klingen.

Gegen das Jahr 400 n. C. G. führte PaulinuS,Bischof zu Nola, einer Stadt am Vesuv, in Cam-panien, zuerst den Gebrauch der Kirchenglocken ein,und wandte solche in seiner Kirche zuerst dazu an,die Leute dadurch zum öffentlichen Gottesdienste zu-sammenzurufen m). Die Glocke erhielt daher vonder Landschaft, in welcher sie erfunden wurde, in derlateinischen Sprache den Nahmen csmpana. und vonder Stadt, wo man den ersten Gebrauch davon mach-te, den Nahmen nola.

Im sechsten Jahrhundert bediente man sich inder abendländischen Kirche schon in den Klöstern derGlocken, die auf dem Kirchdache in einem Gestellehiengen, um damit das Zeichen zum Gottesdienstezu geben n); auch bediente man sich ihrer bereits benBegräbnissen 0) und gegen das Ende dieses Jahrhun-derts hatten mehrere Stadtgcmeinden Glocken auf ih-ren Kirchen p).

Um Lzo n. C. G. wurde ihr Gebrauch in Frank-reich eingeführt.

Pabst Sabinianus, der vvm 1. Sept. 604 bisden i y. Fcbr. 6vF. zu Rom regierte, verordnete zu-erst, daß alle Stunden durch Glockcnschlage angezei