Goia, Gold.
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Goia s. Kompaß.
Gold, das edelste unter den Metallen, blieb denMenschen nicht lange unbekannt. Abrahams Reich-thum bestand zum Theil darin und Hiob gedenktdesselben an mehreren Orten b); zu seiner Zeit ver-stand man schon dasselbe zu prüfen c) und zu schmel-zen 6). Die Jsraelitcn wußten zu Mosis Zeit das Goldzu reinigen e), zu schmelzen, damit allerley Gcräthe zugieffcn k) es in Bleche zu schlagen und andere Din-ge damit zu überziehen ß), wie auch, wenn mandie gewöhnliche Erklärung von der unten angeführ-ten Stelle annimmt, dasselbe trinkbar zu machen K).Nach der Erklärung der neueren Ausleger fällt aberdas letztere weg; Aaron entwarf das Kalb mit ei-nem Griffel i) beißt nach ihrer Meinung nichts an-ders, als er schnitzte oder bildete das Götzenbild miteinem Meissel oder Bildhauerinstrument, oder erschnitzte erst ein hölzernes Bild, das einem Kalbe ähn-lich sah; die Worte: „und er machte ein gegossenesKalb", verstehen sie so, daß Aaron das hölzerne Bildmit einem Guß von Golde überzogen habe; dann ließsich freylich das Verbrennen des goldenen Kalbes mitFeuer und das Zerflossen desselben zu einem Pulverviel leichter dadurch erklären, daß Moses, nachdem erden goldenen Uebcrzug davon weggenommen hatte, nur