,6z Grossenhayner-Blau. — Grün.
Grossenhayner-Blau s. Sächsisch - Blau.
Grastest (Robert) s. Sprachmaschine.
Grottesques, Grottesken, sind solche Arbei-ten der Mahler und Bildhauer, da sie allerley wi-dersinnige, und ins Lächerliche fallende Figuren vonMenschen, Halbmenschen, die sich unten in Bäu-me oder Fische endigen, spielenden Kindern, vierfüssi?gen Thieren, Vögeln, Fischen, Waffen, Blumen,Laubwerk, Sphingen, Larven und alten Geräthschaf-ten, künstlich ineinander geflochten vorstellen. Daßdiese Verzierungsart sehr alt sey, kann man daraussehen, daß schon Vitruv zu den Zeiten des Augustsüber den Mißbrauch der Grottesken klagt und sie alsnachtheilig für die Kunst perwirft a). Johann Ran-nt von Udina geb. 1494, gest. zu Rom 1564, ent-deckte die Grottesken zuerst in den alten Grotten undin den Trümmern deS Palastes deS Titus und warauch der erste, der ihren Gebrauch wieder einführted), daher ihm einige die Erfindung derselben zuschrei-ben c). Ihren Namen erhielten sie von Grotten,wo man sie zuerst wieder entdeckte <l).
a) Jablonskie qstgem. Lex. der Künste und Wissenschaften
,767. S.L61. zür. t,)Ebenbas. c)Lauenburg. genealog.
Kalender. »776. rl) Hühner« Natur-u. Kunst-Lex. >746.
S- 900.
Groy (I. W.) s. Elasticität.
Grubers. Luftwaage, Magnet.
Grün (Georg) s. Wildruffe.
Grün; eine grüne Farbe, die zu Wasser-Oel?Töpfer - und Glas-Malerey dient, erfand Pörner.Siehe noch Braunschweigergrün, Sächsischgrün.
Leipz. Jntelligenjbl. ,76s- Nro. 40.