Band 
Zweyter Theil.
Seite
169
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Gründler. — Grünspan.

Gründler s. Geschwindschiessen.

Grüne- Vorgebirge s. Vorgebürge.

Grünspan, Spangrün ist, ein durch Säurekn einen grünen Kalk verwandeltes Kupfer. Mantheilt den Grünspan in den natürlichen, den man inden Kupfergruben findet und der ein den SchlackenNicht unähnlicher Marcasit, ist und in den künstlichen.Den natürlichen Grünspan schabte man schon zu desDioscorides und Plinius Zeiten von den Kupfererzen' ab, und zur Bereitung des künstlichen konnte der Zu-fall leicht Veranlassung geben, indem jede Säure,die in einem kupfernen Gefäße stehen bleibt, denGrünspan aus dem Kupfer herauszieht, oder viel-mehr das Kupfer in einen grünen Kalk verwandelt,den man Grünspan nennt. Zu Lheophrasts, Vit-ruvs, Dioscorides und Plinius Zeiten wurde der-selbe schon auf mehrere Arten, besonders durchEssig, den man in kupferne Besässe goß, oder durchkupferne Feilspane, die man in Essig rieb , bis siesich in grünen Kalk verwandelten, bereitet. Manvermuthet, daß diese Kupferspäne den NahmenGrünspan veranlasset haben. Die Alten brauch-ten den Grünspan theil- zum Färben, theils zuPflastern, nachdem fie denselben so lange geriebenhatten, bis er sich in wurmformige Faden formte. ZuMontpellier wußte man denselben schon seit 14,1auf eine vortheilhaftere Art zu bereiten 2). Jetzt be-reitet man den Grünspan auS kupfernen Blechen,die man in die Säure legt, welche die Trestern oderdie getrockneten Kämme -er Weintrauben geben,wenn man fie in scharfen Wein einweicht und gäh-ren läßt. Von Zeit zu Zeit wird dann der grüne