Band 
Zweyter Theil.
Seite
186
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186 Gymnastik.

aber, als das Ringen , der Faustkampf, das Wer-fen des Diskus u. f w. kamen erst L6z. n. R. E.nach Rom cc). Bey den Römern durften indessendie Frauenzimmer nicht, wie zu Sparta, nackendmitkämpfen ; ja Augustus verbot sogar dem weib-lichen Geschlechte in die Kampfspiele zu gehen, wenndie Kampfer daselbst nackend .impften 6ä). Uebri-gcns war die Gymnastik schon vor der Zeit d<;sPlautuS es) bey den Römern in eine Kunstform ge-bracht. Mehrcres hiervon wird man unter der Ru-brik Spiele der Alten finden.

AlS Ueberbleibscl der gymnischen Spiele kannman die Turniere, das Ringespiel, welches in Frank-reich bis an das Ende des «6. Jahrhunderts üb-lich war, die Stiergefcchte in Spanien, die Wett-rennen der Pferde und das Boxen in England, wieauch das Caroussel, welches in Deutschland nochüblich ist, betrachten.

Zur gymnastischen Arzncykunst, welche in einerAnwendung der Leibesübungen auf die Erhaltungund Wiederherstellung der Gesundheit besteht, sollAesculap, ein Schüler des Hermes und Chiron 6).oder wie andere wollen, Jccius von Tarent M), dernoch vor dem Hippvkrates lebte, den ersten Grundgelegt haben; aber Hrrodicus, dessen Plaro kt,) ge-denkt und der der Lehrer des Hippocrates war,brachte sie zuerst in eine regelmässige Verfassung undmachte sie zu einem Theile der Medizin, den her-nach Hippvkrates, Diokles, Praragoras und Erast-stralus weiter ausbildeten ü)