Band 
Zweyter Theil.
Seite
209
JPEG-Download
 

Handmühle. 20-

ohngeachket koanke man fie nicht ganz entbehren, undnoch jetzt macht man in Festungen und an andern Or-tcn, wo keine Wassermühlen angelegt werden können,Gebrauch von ihnen.

Der Prior der Carmeliter zu Zapvrsk, zwischenKanosk und Lisk in Pohlen, erfand eine neue, beson-derS nützliche Handmühle. Sie ist 8 Ellen lang, 2Ellen breit, 2 1/2 Elle hoch, und 2 Personen könnenauf derselben jede Stunde Z6 Maaß odcr Meyen Malzmahlen. Die Mühle hat zwey Beutel bey einemSteine, um verschiedene Arten von Mehl zu ma-ch«»').

Herr CammaS de Rodez zu Paris hat eine Hand-mühle erfunden, worauf ein einziger Mensch täglichiLoo Pfund Mehl mahlen kann. Sie nimmt nur ei-nen Raum von 10 Fuß ein").

In Paris verfertiget man Handmühlen, auf de-nen drey bis vier Menschen täglich vier SeptierS Ge-traide mahlen und also 8 bis >o Livres täglich verdie-nen können. Die Arbeit dabey ist nicht schwerer, alsdas gewöhnliche Dreschen des GetraideS. Der Preiseiner solchen Mühle ist >oo LouiSd'or u).

Ebendaselbst erfand ein Künstler im Jahr >789«ine Mühle, die ein Kind in Bewegung setzen kannund doch so geschwind arbeitet, als wenn ste von demstärksten Strom getrieben würde v).

Auch hat man daselbst jetzt wohlfeile Handmühlenerfunden , die zwey Schuh breit und fünf Schuh langfind. Man kann in einem Lage so viel Getraide da-mit mahlen, als zwölf Personen in >4 Tagen zu ih-rer Nahrung brauchen v).

Dusch Hanbb. d«, L»f,». Lh. H