Harfe. r,Z
Gemälde in Fresco, das einen Mann vorstellt, derauf der Harfe spielt, die mit iA Saiten bezogen istund ganz wie die unsrigen aussieht, nur daß sie keinVorderholz hak. Man halt sie für eine ThebanischeHyrfe vor den Zeiten des Sefostris i). Zu Ptolemaisin dem Cerenaicum findet man eine Harfe abgebildet,die iL Saiten und ein Vorderholz hat; man glaubt,daß sie ebenfalls eine egyptische Harfe vorstelle L).Niebuhr l) beschreibt eine Harfe, dieKuffir oderTam-bura genannt wird. Ihr Bauch ist eine hölzerneSchüssel, die unken ein kleines Loch hat, oben abermit einem ausgespannten Fell, das in der Mitte höherals an den Enden ist, überzogen ist. Zwey Stöcke,die oben mit einem dritten verbunden sind, gehenschreg durch das Fell und über demselben liegen fünfDarmsaiten auf einem Stege. Wirbel hat dieses In-strument nicht; jede Saite wird dadurch gestimmt,daß man mit ihr etwas Leinwand um den Querstockwindet. Die Saiten werden entweder mit dem Fin-ger gekniffen oder mit einem an der Seite HangendenStücke Leder gerissen.
Alexander aus der Insel Cythera bezog die Harfemit mehreren Saiten und ließ sein Instrument, daer alt war, in den Tempel der Diana nach Ephesusbringen m).
Die drey-chönchte Harfe erfand Luca AntonioEustachio, ein Neapolitanischer Edelmann, der umr6oL Kämmerer des Papfis Paul war n).
Die Harfe mit einem Pedal von sieben Llavlbuserfand Johann Paul Vetters zu Nürnberg, in derersten Hälfte deS jetzigen Jahrhunderts. Man kann