Band 
Zweyter Theil.
Seite
214
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214 Harfe,

auf derselben den Generalbaß zu Concerten, Partienund fantasirte Läufe, wie auf dem Claviere spielen.Oben und unten ist sie mit einem besondern Zugeversehen, daß man durch diesen den natürlichen Har-fenton, durch jenen aber den Lautenton hervorbrin-gen kann c>).

Aeolsharfe ist eine solche, deren Saiten durchdie Luft angesprochen werden; (Vergl. Clavicord).Die Herren Moscati, Dernouilli und Haas hattenschon bemerkt, daß ein stark gespannter Eisendrath zu-weilen einen harmonischen Klang von sich hören lasse;Herr Prevol in Bürgten bey der Abtey St. Blasi-us, der zu einer gewissen Absicht einen langen Eisen-drath in seinem Garten ausgespannt hatte, machteeben diese Erfahrung und bemerkte zugleich, daß sichdieser Klang besonders alsdann hören ließ, wenn sichdie Witterung ändern wollte x>). Diese Erfahrungenbewogen den Herrn Abt Gattoni zu Mayland, vonder Höhe eines 2 Z Ellen hohen ThurmS, an dem einelectrischer Leiter angebracht war, bis zu einem an-dern Orte, nahe bey dem Hause des Herrn Moscati,Eisendräthe auszuspannen, die so gestimmt waren, daßsie die sieben musikalischen Grundköne angaben. Dadie ganze Vorrichtung einer grossen Harfe ähnlich sieht,nannte er sie die Ricscnharfe. Von Zeit zu Zeit gibtsie stärkere oder schwächere, langer oder kürzer dauern-de Töne von sich, die einem sehr angenehmen musika-suchen Murmeln ähnlich sind. Zuweilen tönt sie gan-ze Stunden lang fort, welches alles von der Witte-rung abhängt, gegen die sie sehr empfindlich ist. EinBedienter des Herrn Moscati hat eine solche Fertig-