Band 
Zweyter Theil.
Seite
219
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Harmonika. r > 9

kem Fensterglase, die hinten in einen senkrecht stehen-den Resonanzboden hinein gehen und vorn auf einemfchraffgespannten Riemen, mit Friese überzogen, gleich,fam schwebend, aufliegen. In derHöhle des Resonanz-bodens stehen gläserne aus Barometer-Röhren ver-fertigte Stimmgabeln, an deren kürzerem Arme dieStreichstäbe befestiget sind, auf denen man den Tonvermittelst der nassen Finger zieht. Diese Sturmga-beln bestimmen den Ton eines jeden Slreichstabes,welcher letztere nur alS das Vehikel, den Ton auS derGabel zu ziehen, und als die verlängerte Oberflächedes einen Arms von der Stimmgabel zu betrachtenist. Es ist bekannt, daß eine Stimmgabel, auf einenResonanzboden gesetzt und mit dem Violinbogen ander Seite gestrichen, einen schönen Ton giebt; dießbrachte Herrn Ouandt auf die Idee, erst eine gläser-ne Stimmgabel statt des Bogens mit nassen Fingernzu streichen. Es erfolgte ein schöner Ton; aber erkonnte nicht anhaltend gezogen werden. Daher dachteer daraufder Stimmgabel eine lange streichbare Ober-fläche zu geben, und befestigte an den einen Arm der-selben, vermittelst eines angekütteten Stückchen Hol-zes, in welchem die Stimmgabel feststeht, einen glä-sernen Streichstab, wodurch stch auf die erwünschtesteWeise der Ton der Gabel äusserst leicht, mit der lei-sesten Berührung und lang aushaltend genug ziehewläßt x). Uebrigens hat diese Harmonika alle die Vor-theile, die Herr I). Chladni von der feinigen rühmt.

-r) Röntgt. Grestbr. Gen. Kalender. Lauendurg. 1784-Hall« Magie I». S. 17z. b) Eine ausführliche Be-schreibung dieser Harmonika nebst ihrer Abbildung sta?