Band 
Zweyter Theil.
Seite
218
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LlK Harmonika.

zu prüfen und zum Theil zu berichtigen, hak ein neu.es Instrument erfunden, das er Euphon oder Stan-gcnharmonika nennt, bey welcher, statt der bewegli-chen Franklinschen Glocken, festliegende gerade GlaS.röhren gestrichen werden. Die Wirkung dieser Stan-genharmonika übcrtrift bey weiten alles, was man vonso dünnen Thermometer-Röhren, als der Erfinder beydieser ersten Ausführung nur benutzt hat, zu erwartengeneigt ist. Der Ton dieses Instruments ist überhauptwie bey der Glockenharmonika, nur nicht so voll undewig, nicht so bebend und anschwellend, aber auch ebendeshalb nicht so angreifend für reitzbare Nerven. Diereine Abstimmung dieser Röhren kann mit ungleichweniger Mühe und Kosten, als bey den Glocken, be«werkstelliget werden; Herr v. Chladni versichert auchneue Gesetze entdeckt zu haben, wodurch ihm dieseserleichtert wird. Die Bekanntmachung dieser und derganzen Einrichtung seines Instruments behält er sichvor, bis ihm eine hinlängliche Belohnung angebotenwird k).

Die GlaS-Latten-Harmonika ist eine ErfindungdeS Herrn Chr. Fr. Quandt, der Medizin Befliessenenzu Jena, welcher dieselbe >790 bekannt machte. Dasäussere des Instruments hat mit des Herrn v. Chlad-ni Euphon oder Slangen-Harmonika Ähnlichkeit, istaber kleiner und geht dennoch eine Quinte tiefer, nem-lich bis ins grosse 6, eS hat die Form eines verschlos-senen Schreibcpults und mit der Glockenharmonikaweiter nichts, als den Ton gemein. Inwendig befin-den sich 44 horizontal neben einander liegende, i o Zolllange, -/-r Zoll breite Glasstreifen oder Latten von star-