Himmel-kugel. 24z
worauf die Fixsterne und Kreise des Himmels in gehö-riger Stellung nach verjüngtem Maaßstabe abgebildetfind, um daran auf eine leichte Art den gemeinen Laufder Sterne kennen zu lernen. Nach den Fabeln der Al-ten soll Atlas, ein König in Lybicn, der um 24^2 leb-te, schon eine Himmelskugclgemacht Habens), welchesaber andere nur dahin bestimmen, daß er einige Grund-sätze von der Sphäre erfunden hubeb). Nach demZeugnisse des Diogenes Laerrius soll der alte Musäus,um 2700, die Sphäre zuerst besungen haben, und an-dere wollen wissen, daß Chiron und sein Sohn Hippo,zur Zeit des Argonautenzugs, auch eine Himmelskugclmit den Asterismcn oder Sternbildern verfertiget hät-te c), welches alles nicht wahrscheinlich ist. Die Chi-ncscr behaupten, daß Iong-tcheng, der auch in den fa-belhaften Zeiten lebte, eine Himmelskugel, welche dieKreise des Himmels vorstellte, habe machen lassen cl).
Himmel für ein Gewölbe, das rund herum auf hohenBergen am Rande des flachen Erdkreises ruhe. Tha-les von Milcto, der Z4Z§> starb, lehrte zuerst, daß derHimmel eine vollkommene aber hohle Kugel sey, derdie Welt, wie die Schaale das Ey umgebe; nach sei-ner Meynung war die Erde der Mittelpunkt desselben,die, gleich einer abgestutzten Säule, auf dem Wasserschwebte, welches rund umher wie an den Himmelgrenztee).
Sein Schüler, Anaximandcr von Mileto, (geb. imdritten Jahr der 42. Olymp.) gieng einen Schrill wei-ter und behauptete, daß die Erde mit ihrem Meer, vonder Himmelskugel abgesondert, in der Mitte derselbenO 2