^44 Himinelskugel.
frey durch sich selbst schwebe, wie auch daß sich Sonneund Mond in ihren Feuerkreisen, die er mit dem Kran-ze eines Rades verglich, über den Sternen hcrumdre-hetcn k). Plinius g) schreibt ihm daher die Erfindungder Himmelskugel zu.
Anapimenes, der in der ,50. Olymp, berühmt war,glaubte, daß die Gestirne theils an den krystallenenHimmel angeheftet waren, theils auf ihrer breiten Sei-te in der Lust schwebten und sich nicht unter der Erdehinweg, sondern so um die Erde herumdreheten, wieman einen Hut um den Kopf herumdrehe.
Anaxagoras aber, der im ersten Jahr der 70. Olym-piade geboren wurde, lehrte, daß Sonne, Mond undSterne von der Gewalt des kreisenden Aethcrs um»getrieben, sich auch unter der Erde hinwegbcweg-tcn *).
Ptolemaus k) schreibt die Erfindung, Sternbilderaufeine Kugel zu zeichnen, dem Hipparch zu, der vonder >LZ. bis 164. Olymp, berühmt war.
ArchimedeS, der z7/2 zu Syracusa starb, erfandeine Kugel von Glas, deren Kreise die Bewegung deSHimmels und der Gestirne vorstellten und in derenMitte sich die Erde befand i).
Auch Posidvnius, der 80 Jahre vor Christi Geburtbebte, verfertigte künstliche Himmelskugcln k).
Rogiomontan, der 1476 starb, war in Deutschlandder erste, der Himmels kugeln verfertigte und erfandauch eine Maschine, die die eigentliche Bewegung derSterne vorstellte I). Nach ihm gehört Joh. Schoner(geb. >477» gest- iZ47), ein Mathematiker zu Nürn-berg, mit unter die ersten in Deutschland, dir Him-