Band 
Zweyter Theil.
Seite
265
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Holzschnitt. LöL

gegangen sind und daß der erste Erfinder der Holz-schnitte wohl schwerlich entdeckt werden dürste.

Die Holzschnitte waren nicht allzu lange erfun-den, als man anficng, sie auch nach Art der Spiel-karten zu illuminiren. In einer Bittschrift, welche1441 dem Rathe zu Venedig übergeben wurde undworinn sich die Denetianischen Kartenmacher über diefremden Kartenmacher, welche Spielkarten nach Ve-nedig schickten, beschweren, kommen die Ausdrücke vor:„gedruckte Bilder, die man in Venedig macht" fer-ner „gemalte gedruckte Figuren ausserhalb Venedig„gemacht" r), woraus man sieht, daß die Kunst, Fi-guren in Holz zu schneiden, die Formen abzudruckenund das Gedruckte zu illuminiren, in und ausserhalbVenedig im Flor war. Einen solchen nach Art derSpielkarten illuminirten Holzschnitt mit der Jahr-zahl 144z hat man im Kloster Buchsheim gefun-den; auch gab Ulrich Han im Jahr ,467 zu Romdie A-leäirLiiones rsvaraiilUllmü psirls äomlm ^olran-nis äs terra cremars (andere l'urrs crsmmu) mit z4illuminirten Holzschnitten heraus; ob es aber das äl-teste Buch mit illuminirten Holzschnitten ist, weiß ichnicht gewiß.

Holzschnitte mir Lunten Farben.

Die Holzschnitte mit bunten Farbsn, welche vonden Italienern dtnaroicuro, von den Franzosen Osiroblcur oder en Cama^eux und bey den Deutschenhelldunkle Blätter genannt wurden, find solche Abdrü-cke, die mit zwey oder drey Stöcken, wovon wenigstenseiner von Holz ist, gedruckt werden. Da man ein-