Band 
Zweyter Theil.
Seite
318
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2 >8 Jahr.

67 Tage und den Monat MerkedoniuS zum Jahrehinzusetzen sollte, woraus ein Jahr von 44L Lagenentstand, welches das Jahr der Verwirrung genanntwird, worin Julius Cäsar die Kalender-Verbesse-rung vornahm. Denn diese Umstände bewogen ihn,mit Beyhülfe des Sosigenes, eines egyptischen Ma-thematikers, das römische Jahr nach dem Sonnen-laufe einzurichten , ihm z6L Tage und 6 Stundenzu geben, welche alle vier Jahre wieder einen Tagbetrugen, der daher allemal im vierten Jahre nachdem 2Z. Februar eingeschaltet wird au).

Ueber scchszchnhundcrt Jahre lang hatte mandieses Julianische Jahr unverändert beybehalten ,als Pabst Gregor Xlll. mit Hülfe des Aloysius Li-lius, die Fehler desselben entdeckte und solche zuverbessern beschloß. Da die Sonne ihren Lauf inZ< 5 Z Tagen, L Stunden, 49 Minuten vollendet:so bemerkten beyde, daß diese F Stunden, 49 Mi-nuten in vier Jahren noch keinen vollen Schalttag,sondern nur 2Z Stunden 16 Minuten, betrugen unddaß also an dem astronomischen Tage noch 44 Mi-nuten fehlten. Dieß betrug in hundert Jahren einebeträchtliche Abweichung vom richtigen Sonnenlauf;Gregor XIH. befahl daher im Jahr 1L82, daß allehundert Jahre dreymahl nacheinander an starr desSchaltjahrs ein gemeines Jahr und nur das vier-hnndertste Jahr allemal ein Schaltjahr seyn sollte,damit die in 400 Jahren übrig bleibenden 22 Stun-den und 40 Minuten abgekürzt und der wahre Son-nenlauf so genau als möglich beobachtet würde. —Durch diese Einrichtung weicht das bürgerliche Son-