Iamben. Z2z
steht, wovon die erste kurz, die zweyte lang ist. Fürden Erfinder der Jamben wird gewöhnlich Archilo»chuS von der Insel Parosa) ausgegeben, der nacheinigen in der -L. Olymp., 720 Jahre vor ChristiGeburt, oder Z264 n. E. d. W. noch gleichzeitigmit dem Gyges und Rvmulus b), nach andern inder 2Z. Olymp, c) und, wie Gelliuscl) will, gar erstunter dem Tullius Hostilius, etwa in der 29. Olymp.,lebte. Jetzt haben wir nur noch einige Fragmente vondes Archilochus Gedichten e), die ehedem von grosserWirkung gewesen seyn sollen, wie das Beyspiel desLycambes beweiset, derbem Archilochus seine TochterNeobule versprochen hatte, sie aber hernach einem an»dcrn gab ; daher Archilochus aus Rache dem Lycambesund seine Töchter mit solchen heissenden Sakyrcn ver-folgte , daß jener sowohl als diese sich endlich aus Ver.zweistung erhiengen t). Archilochus starb im Kriege,wo ihn Callondus Carnr, ein feindlicher Soldat,tödteteg).
Die Erfindung der Jamben wird ihm vvm Vel-lejus Paterculus k), Hcrazi), Quintilian k), Plini-us l), und andern zugeschrieben. Lorenz Fabri bemerkt,daß die Griechen über 600 Jahre pon keinen andernVersen, als Hexametern, gewußt hatten, bis sie Archi-lochus andere, mit solchem Fortgang gelehrt habe,daß sich ein jeder bcmühcte, sie von verschiedenemSylbenmaasse zu machen, durch welche Abwechselungder Verse die griechische Poesie eben so schön gewordensey m).