Z26 Aamben.
Jambische Dichter setzt lind seinen Versen ganz befon-dern Nachdruck, Witz, Zierlichkeit und Feuer zuschreibt.Hiermit stimmt das Unheil des Aristophanes überein,der die Jamben des Archilochus für so viel artiger undschöner hielt, je langer sie waren r). Wie beliebt seineGedichte bey den Griechen waren, kann man auch dar.aus sehen, daß das Lobgedicht, welches er aufden Her-kules und den Jolaus verfertiget hatte, dreymal hin-tereinander denen zu Ehren, die in den OlympischenSpielen gesiegt hatten, abgesungen zu werden pflegte u).
Ein anderes nicht unbeträchtliches Verdienst deSArchilochus um die Jambischen Verse bestand darin»,daö er die musikalische Aufführung desselben erfand,indem er sie theils declamiren, theils ordentlich absingenlehrte, wahrend daß die Instrumente dazu spielten v).
Wenn man beym AthenäuS, Dionysius von Hali-carnaß, Clemens von Ale^andrien, Rufinus und beyder Dichterin Sulpitia findet, daß Hippona^ von Ephe-sus, der in der 60. Olympiade lebte, die Jamben er-funden habe: so ist dieses weder von ihrer ersten Erfin-düng, noch von des Archilochus Jamben, sondern voneiner besondern Gattung derselben zu verstehen. Ererfand nembich die Scazontifchen, d. i. die hinkendenIamben, welche von der gewöhnlichen Vorschrift ab-weichen v); sie sind sechsfüssig, leiden aber in denvier ersten Regionen vielerley andere Füsse, nur mußder fünfte Fuß ein reiner Jambus und der sechste einGpondaus seyn. Die Gedichte, welche Hipponax indieser VerSart machte, die nach seinem Namen genus