Band 
Zweyter Theil.
Seite
325
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Iamben. ZLF

bürtig war, sich zuerst der Iamben bedient habe, wieeinige behaupten wollen, ist ganz unwahrscheinlich.Denn wenn er auch 406 Jahre nach dem TrojanischenKriege lebte: so war Homer immer noch um 200 Jahrvor ihm. Allein auch das Jahr 406, welches imGriechischen durch ausgedrückt wird, ist angefoch-ten worden, man glaubt, daß es v? hakte heiffen sollen,welche- zo6 bedeutet, und dann würde dieser Sinio-nidcS erst nach dem ArchilochuS, höchstens nur gleich-zeitig mit ihm, gelebt haben.

AuS dcm, was bisher gesagt worden ist, erhellet,daß sich der erste Erfinder der Jamben nicht mit Gewiß-heit bestimmen laßt, denn die Geschichte mit der Jam-be fallt in die fabelhaften Zeiten und ist wenigstens fürmich noch kein zureichender Beweis, sie für die Erfin-derin der Jambischen VcrSart zu hallen, ob ich gleichnicht leugnen will, daß sie von der Jambe ihren Na-men erhielt, weil sich die Dichter in der Folge dieserVersarl vornemlich bey dem Vortrage solcher scherz-hafter Einfalle bedienten, womit die Jambe die nie-dergeschlagene Ceres aufzuheitern suchte. Eben so we-nig kann ArchilochuS ihr erster Erfinder seyn, weil sichaltere Spuren davon finden. Indessen war doch vordem ArchilochuS keiner in dieser Versart so berühmtund die vielen Zeugnisse der Alten beweisen deutlich,daß seine Verdienste um dieselbe immer groß gewesenseyn mußten. Nach dem Urtheil dcS Datier a. a. O.war ArchilochuS der erste, der die Jamben beliebterund ihren Gebrauch gemeiner machte, welches auchQuintilian bestattigl, der den ArchilochuS über alle