Band 
Dritter Theil.
Seite
59
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Kamee — Kamecle. L9

sie so schnitten, daß er die Figur auf dem Onyx halberhaben vorstellte. Die Kunst-Kameen und Gemmenzwischen 2 Glaser einzufchmelzcn und also die schön-sten Stücke, die auf erhabenen oder hohl geschnit-tenen Steinen befindlich sind, wie die Insekten imdurchsichtigen Bernstein, erscheinen zu lassen, so daßsie auf Jahrhunderte vor der Zerstörung sicher sind,erfand Herr Joh. Friedrich Reifstein, Russisch-Kai-ser!. Hofrath, der jetzt in Rom ist und machte solche»767 bekannt.

Wintelmanns Anmerkungen über die von ihm »764zuDresden herausgegebene Geschichte des Alterthums, isierTh. Dresden 1767. S, 9. folg.

Kamee oder Basrelief auf Atlas, welches ei.»e schön gezeichnete, scharfe und erhabene Figur,oder Groupe ist, erfand der Engländer Wedgwood.Die Masse dazu ist etwas zu hart, daher sie leichtzerspringt. Man machte diese Kameen anfangs nurin Grün und Blau und brauchte sie zu Tischen, Stuh-len, Tapeten, Spiegeln und Hüten. In Berlin er-schien zuerst eine Nachahmung derselben, die nebst al-len Vorzügen der Wedgwoodschen auch diesen haben,baß sie aus einer biegsamen Masse gemachl sind, nichtzerspringen und auf Bänder, Flöre, Zeuge, Tücher,Meubles und in allen Farben gemacht werden können.

Journal des Luxus und der Dioden 1791.Apr.S- >8z.

Kameele sind Maschinen, womit man grosseSchiffe auf Untiefen hebt und forkschaft. Sie beste-hen aus 2 Halbschiffen , die 127 Fuß lang, an demeinem Ende 22 und an dem andern Ende rZ Fußbreit sind. Diese werden voll Wasser gefüllt und