du Kamecle — Kamm.
auf beyden Seiten an dem Bauche dc? grossen Schiffsunter Wasser befestigt, hernach ausgepumpt, woraufsie sich mit dem grossen Schiffe zugleich aus demWasser erheben. Die Veranlassung zu ihrer Erfin-dung sollen die 1672 noch gebräuchlichen grossen mikWasser gefüllten Kisten gegeben haben ^ die man un-ter den Schiffen befestigte und dann auspumpte, wor-auf sich das Schiff erhob. Die Kamecle wurden 16^8,nach andern 1690, von einem Amsterdamer Bürger,MeeuveS Meindcrtszoon Backer, erfunden. Aus Zeug-nissen von ihm selbst erhellt, daß er 1692 «nd 169zVersuche damit machte. Der holländische Wasserbau-meister, Cornelius Meyer, beschrieb 168z eine denKameelen ähnliche Maschine, die nur auS einem Stückbestand und mit Schrauben unter das Schiff gebrachtwurde, wodurch dann dasselbe gehoben werde» sollte,
Jakobsons tcchnolog. Wörterbuch, ritr Tb-S. 340- Ja-blonikte allgem. Lex- aller Künste und Wissenschaft- Leipzig>767, rster Th. S. 269. Beckmanas Beytr. zur Geschichteder Erfindungen.
Kamin s. Ofen.
Kamm. Der Kamm war den Römern bekannt,denn Cicero, Claudian, Apulejus, PerfiuS, Lvid,Horoz und Phädrus gedenken desselben n); man mach-te denselben gewöhnlich auS Burbaumholz d), aberauch aus Elfenbein. Zur Verfertigung der elfenbei-nernen Kämme hat ein Ungenannter eine Maschineerfunden, durch welche der größte Elephantenzahn indünne Scheiben, wie sie zu den Kämmen nöthig sind,zerschnitten werden kann. In einer Stunde erhältman dadurch >8 bis 20 Tafeln; ist der Zahn ganz zer-schnitten: so kann man die Tafeln wieder so zusam-