Band 
Dritter Theil.
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8 4 Kartenspiel,

nedig macht" ferner: „Karten zum Spielen und ge-malte gedruckte Figuren ausserhalb Venedig gemacht^woraus man sieht, daß das Kartendruckcn um jensZeit in und ausserhalb Venedig bekannt war r). Dienürnbcrgischen Kartenmacher bezeichneten ihre Kar-ten gewöhnlich mit einem f, aber im Jahre ,Ll8wurde dieses verboten und dagegen von dem Rathbefohlen, die Karten mit einem X oder der Zahl iclzu bezeichnen s).

Ausser der Erfindung des Kartendrucks habendie Deutschen auch noch manchcVeränderungen an denKarten gemacht, z. B. die Figuren, Bilder undZeichnungen nach ihrer Landesart eingerichtet, wel-ches die Namen Schellen, Eicheln, Herz, grün, dergroße und kleine Wenzel u. a. m,, die deutschen Ur-sprungs sind, zu beweisen scheinen; auch ist es nichtzu leugnen , daß sie manche besondere Art des Kar-tenspiels erfanden, wohin besonders das Lanzknechts-spiel gehört, welches man für das älteste deutscheKartenspiel halt. Da. die Soldaten von den Lanzen,womit sie bewaffnet waren , Lanzknechte genanntwurden: so halt man dafür, daß es entweder vondeutschen Soldaten erfunden, oder doch am meistenunter ihnen gespielt wurde. Im Jahre ,Zy2 wares schon unter König Karl in Frankreich be-kannt r). Ein anderes altes deutsches Kartenspielwar das sogenannte Karniffelspiel, oder Balgspiel,dessen in einer Leichenprcdigk vom Jahre >496 ge-dacht wird u), Thomas Murrner wendete das Kar-tenspiel im röten Jahrhundert zuerst auf die Wissen-schaften an, indem er dem Gedächtniß junger Leute